WPK_Rundschau_124_2026 - Magazin - Seite 31
„Brummbrumm“: Eine Oma-Geschichte
M
eine Enkelkinder mögen Oma-Geschichten aus der Kindheit ihrer Eltern. Die Eltern mögen das nicht
unbedingt; sie 昀椀nden das manchmal peinlich.
Der große Bruder hatte spät, aber gleich richtig Hochdeutsch gesprochen, ohne den Umweg einer Babysprache. So fühlte er sich dem Jüngeren gegenüber verp昀氀ichtet, ihm beim Lernen der schönen deutschen
Sprache beizustehen:
Für den Jüngeren war ein Auto ein „Brumm戀爀umm“!
Der große Bruder wusste es besser: „Felix, sag mal: ‚Au‘!“
Felix sagte: „Au!“
Darauf sagte der große Bruder: „Und jetzt sag mal: ‚to‘!“
Und der jüngere Felix sagte: „To!“
Darauf sagte der größere Bruder: „Und jetzt, sag mal Auto!“
Strahlend kam die Antw漀爀t von Felix: „Brumm戀爀umm!“
Trotz der Versuche des großen Bruders hat Felix noch fehlerfreies Hochdeutsch gelernt, sogar
Fremdsprachen. Er ist Arzt geworden.
Der große Bruder hat das Lehren von Jüngeren beibehalten. Er wurde Lehrer an einer Uni.
Beide haben die Angewohnheit, sehr schnell zu sprechen. Wenn sie es mit dem Sprechen
wieder mal so eilig haben, dann können Sie deshalb von ihrer Mutter hören:
„Man kann euch viel besser verstehen, wenn ihr für mich mit meinen
Hörgeräten etwas langsamer und deutlicher sprechen würdet.“
Frau Neumeyer-Wissenbach
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