WPK_Rundschau_124_2026 - Magazin - Seite 30
Heinerschop
pe
WOHNPARK KRANICHSTEIN
„Kommt alle!“
ie Irritation war groß, als Ende Juni statt des
gewohnten und beliebten Dämmerschoppens
per Plakat ein sogenannter „Heinerschoppe“ angekündigt wurde.
D
Es war ein wunderschöner, warmer Sommertag, richtiges Heinerfest-Wetter, an dem die Bewohnerinnen
und Bewohner lange auf der Terrasse sitzen und sich
unterhalten konnten.
Hatte sich die Soku etwa verschrieben oder etwas
verwechselt? Was soll denn das sein, der „Heinerschoppe“? Zu dem man sich auch noch anmelden
musste.
Eine Fotowand war aufgebaut, auf der viele
bekannte Persönlichkeiten zu sehen waren, die
sich als echte „Heiner“ bezeichnen, darunter auch
Günther Strack. Außerdem erzählte sie ein paar
Hintergrund-Geschichten zum Heinerfest und sprach
über die Entstehung der typischen Figuren von
Helmut Lortz. Immerhin hat Darmstadt auch eigene
Ampelmännchen, nämlich „Heiner“ und „Lisettsche“.
Die beiden kann man an der Ampel am Hessischen
Landesmuseum sehen.
Nun, kundige Darmstädterinnen und Darmstädter
kannten und kennen zumindest den Begriff
„Heiner“ als Bezeichnung für einen waschechten
und mit Woogswasser getauften Bürger der Stadt.
Da diese Zusammenkunft für den ersten Freitag im
Juli terminiert war, musste es irgendwie mit dem
„Heinerfest“ zu tun haben, welches seit 1951 jedes
Jahr am ersten Juli-Wochenende von den Darmstädterinnen und Darmstädtern gefeiert wird.
Viele unserer Bewohner, ob „Heiner“ oder Zugezogene, können oder wollen eins der größten Innenstadtfeste Deutschlands nicht mehr besuchen, so
sollte das Heinerfest zumindest symbolisch in den
Wohnpark kommen.
Es gab Bratwurst und Brötchen, Bier und einen Teller
mit Süßigkeiten, die man an den Ständen auf dem
Heinerfest kaufen könnte.
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Eine Bewohnerin präsentierte voller Freude zwei
Anstecker aus den Jahren 1951 und 1952, die sie als
14- und 15-Jährige beim Besuch des Heinerfestes
erworben hatte. An den Tischen war ein reger
Austausch von Anekdoten über die HeinerfestBesuche der letzten Jahrzehnte im Gange. Bei kühlen Getränken, Bratwurst und Schokoküssen fühlte
man sich fast wie auf dem Originalfest. Es war
vermutlich etwas ruhiger und das Karussell und
das Riesenrad fehlten, aber das bekommt die Soku
bestimmt auch nochmal hin …
Melanie Christian