WPK_Rundschau_124_2026 - Magazin - Seite 26
WOHNPARK KRANICHSTEIN
Was ist Zeit?
D
ie Zeit, als ein allgemeiner De昀椀nitionsbegriff, ist
bestimmt und unbestimmt zugleich. Sie kann
berechnet, kalkuliert und gemessen werden und
dennoch, so kommt es uns vor, vergeht sie individuell. Mal sehr langsam und geruhsam! Mal schnell
und bedrückend. Was ist es nur mit dieser Zeit?
Was hat es mit ihr auf sich?
Man macht sich in den Wissenschaften von Anfang
an Gedanken über die Zeit. Der große Heilige und
Kirchenvater Augustinus von Hippo (354–430)
wurde auch einmal nach der Zeit befragt. Er meinte
dazu sinngemäß, würde man ihn nicht nach ihr
fragen, so glaube er, zu wissen, was es mit der Zeit
auf sich hat. Würde man ihn aber genauer fragen
wollen, so wüsste er es nicht!
Es ist also eine Art von Scheinwissen, das wir glauben zu besitzen. Ich weiß, was Zeit ist, vermag sie
auch zu messen, aber sicher de昀椀nieren könnte ich
sie nicht. Immanuel Kant, der große Königsberger
Philosoph (1724 – 1804), sah die Zeit als absolut
notwendig mit dem Raum zusammenverknüpft. Nur
so können wir Menschen die Dinge überhaupt erkennen. Zeit und Raum kommen zusammen vor. Sie
korrelieren miteinander. Getrennt voneinander ist
ein Erkennen nicht möglich. Wir brauchen Raum und
Zeit! Diese De昀椀nition Kants ist sicherlich zunächst
unbestritten. Wir könnten aber weiterfragen, ob
denn die Zeit nur für uns Menschen etwas ist, was
wir zur Erkenntnis benötigen. Gibt es die Zeit aber
unbedingt? Überall und immerzu?
Vielleicht sollten wir an dieser Stelle bemerken,
dass wir uns einig sind, dass wir der Zeit unterworfen sind. Das ist 昀椀x! Diese Erkenntnis hätten wir also
fest in den Händen. Halten wir sie fest und überlegen nun, was wir mit dieser Erkenntnis, in unseren
Händen, anstellen können.
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