WPK_Rundschau_124_2026 - Magazin - Seite 21
„Ich probiere, auf die Stimmung im Raum einzugehen und darauf mit meinen Klängen zu reagieren.“
Mit geübten Bewegungen lässt Frau Dorst-Karaoglu
ihre Klangschalen erklingen. Jede Schale erzeugt
einen eigenen Ton und eine eigene Schwingung. Gemeinsam entsteht daraus ein harmonisches Klangbild, das die Meditation begleitet.
Die Klangarbeit spricht Körper, Geist und Seele gleichermaßen an und wird von vielen Menschen als
wohltuend empfunden. Harmonische Klänge können
dabei helfen, die Aufmerksamkeit nach innen zu
richten, den Atem zu beruhigen und den Alltag für
einen Moment loszulassen. „Klang ist das erste, was
wir bereits im Mutterleib wahrnehmen“, erklärt Frau
Dorst-Karaoglu. Tatsächlich entwickelt sich der Hörsinn schon sehr früh in der Schwangerschaft. Vielleicht berühren uns Klänge deshalb auf einer Ebene,
die sich nicht immer in Worte fassen lässt.
Sabine Dorst-Karaoglu weiß, dass sich tiefe Entspannung nicht immer beim ersten Mal einstellt.
„Manchmal braucht es etwas Zeit. Je öfter man teilnimmt, desto leichter gelingt es, sich auf die Klänge
einzulassen.“ Umso mehr freut sie sich, wenn sie
erlebt, wie die Seniorinnen und Senioren von den
positiven Erfahrungen pro昀椀tieren. Das monatliche
Angebot steht allen Bewohnerinnen und Bewohnern
offen; Männer sind ausdrücklich ebenfalls herzlich
willkommen.
Am Ende der Stunde kehrt langsam wieder Bewegung in den Raum ein. Die Augen öffnen sich, erste
Gespräche beginnen. Doch die Ruhe bleibt noch
einen Moment spürbar.
Anke Helène
Genau das bestätigen auch die Seniorinnen nach
der Meditation. Eine Bewohnerin, die heute zum
ersten Mal teilgenommen hat, erzählt:
„Man merkt tagsüber oft gar nicht,
wie angespannt man eigentlich ist.
Jetzt ist alles von mir
abgefallen.“
Eine andere Dame ergänzt:
„Man vergisst völlig das
Zeitgefühl.“ Einig sind
sich die Seniorinnen in
zwei Punkten: dass man
die Klangmediation einfach
selbst erleben muss, um die
Entspannung zu spüren –
und dass sie beim nächsten
Termin wieder mit dabei sind.
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