WPK_Rundschau_124_2026 - Magazin - Seite 15
Warum wohl, hat man mich empört
und entsetzt angeschaut?
A
ls ich hier eingezogen bin, durfte ich meinen
Hund, Herrn Becker, mitbringen. Er war ein
Pekinese, wie Fräulein Becker, und ich war sehr
dankbar, dass er mitkonnte. Eines Tages, es war
schlechtes Wetter, das Laub lag auf der Straße, alles
war matschig und dreckig, aber der tägliche Spaziergang musste ja sein.
Später beim Dämmerschoppen erzählte ich, dass es
bei dem Matsch nicht anders ging, als Herrn Becker
in der Dusche anzubinden, abzuduschen, trocken zu
reiben und ein bisschen zu frottieren, was ihm gutgetan und gefallen hat.
Ich dachte mir nichts dabei. Schließlich wollte ich
nur sicherstellen, dass mein lieber Herr Becker nicht
ausrutscht oder sich verletzt.
Während ich von diesen Vorkommnissen erzählte,
昀椀el mir die Verwunderung in den Gesichtern der Anwesenden auf, die mich völlig unverhohlen ansahen.
Die Unterhaltung stoppte und den Einwand „Aber
Christa!“ konnte ich nicht verstehen.
Wisst ihr, warum alle so pikiert waren? Vielleicht,
weil ich Herrn Becker angebunden habe, aber
das musste sein bei der nassen Dusche. Er ist
schließlich ein Hund. War das etwa nicht klar?
Christa Becker
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