WPK_Rundschau_124_2026 - Magazin - Seite 14
WOHNPARK KRANICHSTEIN
Königliche Majestät auf vier Pfoten
D
ie kleine Hündin Zschini, die mit ihrer Besitzerin
Frau Becker im Wohnpark lebt, ist etwas ganz
Besonderes – schließlich ist sie königlich. Die Vorfahren
der Pekinesen stammen aus dem chinesischen Kaiserhof.
Dort galten die kleinen „Löwenhunde“ über Jahrhunderte
als kostbare Begleiter der kaiserlichen Familie und
wurden liebevoll umsorgt und verwöhnt. Sie wurden
nahezu ausschließlich von Mitgliedern der kaiserlichen
Familie und des Hofadels gehalten; für das einfache
Volk waren diese kostbaren Hunde praktisch
unerreichbar.
Einer chinesischen Legende zufolge besaß Buddha
einen kleinen Hund, der sich bei Gefahr in einen
Löwen verwandeln konnte. Daher wird der
Pekinese bis heute auch als „Löwenhund“
bezeichnet. Im Jahr 1860 gelangten die ersten
Pekinesen nach Europa. Während des Zweiten
Opiumkriegs wurde der Alte Sommerpalast
in Peking geplündert. Dabei fanden britische
Of昀椀ziere mehrere dieser seltenen Hunde.
Eine kleine Hündin wurde Königin Victoria
geschenkt, die sie „Looty“ nannte –
in Anspielung auf ihre Herkunft als
Kriegsbeute. Von England aus verbreitete
sich die Rasse anschließend in ganz
Europa und erreichte gegen Ende des
19. Jahrhunderts auch Deutschland.
Anke Helène
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