WPK_Rundschau_124_2026 - Magazin - Seite 13
Beamer auf die Leinwand. Diese dienten als
Bleibt zum Abschluss eine Frage, die mich schon länger
bewegt.
Mein Berufsleben liegt inzwischen mehr als dreißig
Jahre zurück. Was ich damals getan habe, interessiert
heute niemanden mehr. Aber Geschichte ist ewig,
wird bestenfalls neu geschrieben. Auch die Poesie
wird nicht angetastet. Mit beiden Themen habe ich
mich über viele Jahre hinweg in unterschiedlichen
Kreisen intensiv beschäftigt.
Herrn Kongsbak interessierten schon immer nicht nur
die Fakten, sondern das Warum. Für ihn war schon die
Recherche zu einem Thema lohnend, der Vortrag war quasi
die Zugabe.
Leitplanken, entlang derer ich frei aus dem Fundus
und ohne schriftliches Konzept sprach – zugegeben,
ein wenig kokettiere ich mit dieser Arbeitsweise.
Doch mit bald 92 Lebensjahren ist die Annahme
wohl erlaubt, dass dies so nicht ewig weitergehen
wird.
Mit rund zwanzig Referaten zu historischen Themen
habe ich meinen Beitrag zum Leben in unserer Gemeinschaft geleistet. Ganz verschwinde ich jedoch
nicht von der Bild昀氀äche: Im kleineren Kreis des freitäglichen Dämmerschoppens bleibe ich weiterhin
aktiv. Dort beschäftigen wir uns u.a. mit Gedichten
unterschiedlichster Epochen, aber auch mit dem
Tagesgeschehen.
Deshalb frage ich mich: Müsste es unter uns nicht
noch mehr Menschen geben, die Interessantes zu
erzählen haben?
Vielleicht über die Geschichte Badens, Bayerns oder
Sachsens. Vielleicht über literarische Themen wie
die Gruppe 47. Oder, oder, oder …
Ebenso bin ich überzeugt, dass es unter uns
mehr Menschen geben müsste, die Freude daran
hätten, sich regelmäßig – vielleicht einmal in der
Woche – zu treffen, um über die Politik der Gegenwart mit Respekt zu diskutieren.
Daher mein Appell an alle:
Leute, gebt Euch den entscheidenden Ruck und
liefert, was ihr könnt und was uns gut unterhält. Das
Angebot seitens unserer rührigen sozial-kulturellen
Abteilung ist wunderbar, aber das eine schließt das
andere nicht aus. Freiwillige vor!
Erhard Kongsbak
Der Artikel entstand in Zusammenarbeit
mit Frau Helène.
Frau Christian überreicht Herrn Kongsbak ein kleines
Dankeschön für seine Vorträge.
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